hope
Familie & Co

Gedanken

Nachdem wir am Freitag morgen von meinem Vater abschied genommen haben, geht das leben nun weiter, ob wir wollen oder nicht.

Viele Menschen waren da, mehr als ich geht gedacht habe, aber man kann nicht alle kennen. An sich war es eine schöne Feier, wenn auch zu einem traurigen Anlass.

Ich denke wir werden es erst richtig verstehen, wenn wir zur Ruhe gekommen sind, aber das ist derzeit noch nicht gegeben. Dennoch macht man sich so seine Gedanken.

Warum ist das Leben so ungerecht, wieso musste es soweit kommen, hätte man es verhindern können und was wäre wenn ....

Aber es ist so wie es ist, man muss die Zeit nutzen, die einem gegeben ist und das beste daraus machen.

Zeit ist ein kostbares Gut, das wir viel zu wenig zu schätzen wissen und viel zu sehr für unnütze Dinge verschwenden.

Erst in der Not merkt man, wer unsere wirklichen Freunde sind, wer hinter uns steht und für uns da ist.

Es ist nicht wichtig, wie viele Freunde man hat, es müssen nur die richtigen sein.
22.9.14 15:30


Bad news, sad news

Am Samstag Abend ist das eingetroffen, womit wohl niemand (mehr) gerechner hatte. Mein Vater ist für immer von uns gegangen.

Fast zehn Wochen haben wir gehofft, gebangt und eigentlich sah es ganz gut aus. Aber das Schicksal meinte es nicht gut mit ihm und am Ende hat er den Kampf verloren.

Es ist hart, auch wenn sich in den letzten Tagen abzeichnete, in welche Richtung der Weg gehen würde.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag verschlechterte sich sein Zustand immer weiter, bis Samstag früh der alamierende Anruf kam, das es nicht gut aus sieht.

Wer oder was letzten endes Schuld war, wage ich nicht zu sagen. Man muss immer bedenken, das eine Bauchspeicheldrüsenentzündung eine (sehr) schwere Erkrankung ist. Jede Behandlung , seis mit Medikamente, einer OP oder was auch immer, ist ein Eingriff in den Körper.

Es bleibt ein (Rest)Risiko, das es schief geht oder nicht (richtig) an schlägt. Die Ärzte, Schwestern und Pfleger haben ihr möglichste getan, meinem Vater zu helfen.

Niemand konnte ahnen, das sich (beim Drenage ziehen) eine neue Wunde bilden und das die Flüssigkeit in den Bauchraum laufen würde.

Leider war er zu der Zeit nicht fit genug um eine OP zu überstehen, falls es denn überhaupt noch geholfen hätte. Deswegen versuchten sie es so weit es ging anderweitig zu behandeln.

Alle Zweifel, alles hätte, währe, wenn, bringt nichts mehr, denn es wird ihn nicht wieder zurück bringen. Es ist so wie es ist und lässt sich jetzt nicht mehr ändern.

Vermutlich wird es noch einige Zeit brauchen, bis wir verstehen, das er für immer weg ist und was das wirklich bedeutet.

Es ist hart und tut weh, aber der Schmerz wird vergehen. Ich hoffe, das er es gut hat, wo er jetzt ist und das er lächelnd auf uns hinab sieht.

Ich bin mir sicher das er nicht wollen würde, das wir trübsal blasen und den Kopf hängen lassen. Aufgeben war schließlich nie eine Option für uns.

Er wird uns alles fehlen, aber in unseren Herzen lebt er weiter.
15.9.14 16:45


Alltag und Überraschungen

Wie jeden Tag, seit über 8 Wochen, waren wir auch gestern wieder im Krankenhaus. Dort angekommen, haben wir eine kleine Überraschung erlebt.

Als wir auf der der Intensivstation, auf der mein Vater zu dem Zeitpunkt noch lag, an kamen, hieß es, der liegt hier nicht mehr.

Natürlich waren wir überrascht, und fragten uns wo er jetzt ist. So fit das er alleine zurecht kommt, war er noch nicht und in der Reha war, soweit wir wussten, noch kein Platz frei.

Die freundliche Schwester erklärte uns, das er auf die Innere Station verlegt worden war und erklärte uns den kurzen Weg auf die Station.

Ob es eine gute Entscheidung war, kann ich nicht sagen, weil er schon noch intensive Betreuung braucht.

Wenigstens sind die vielen Schläuche und Überwachungsmonitore weg, so das nur noch ein Schlauch in der Nase und die Nadel in der Hand geblieben sind.

Leider ist das Zimmer sehr klein und erinnert eher an eine Abstellkammer, als an ein Krankenzimmer.

Es hat gerade genug Platz für das Bett und ein Nachtschränkchen, das man jedoch nicht Problemlos drehen kann, ohne das man an der Wand oder dem Bett fest hängt.

Außerdem gibt es einen 2-türigen (Mini)Kleiderschrank und einen kleinen voll gestellten Tisch am Fußende des Bettes. Dort stehlt alles was sie für die Pflege brauchen.

Für mehr ist kein Platz. Und auch das Badezimmer ist eher ein dunkles enges Loch mit Waschbecken und WC. Wenigstens ein großes Fenster und ein Fernseher machen das einigermaßen erträglich.

Auch wenn die Schwester gestern wirklich nett war, hoffe ich, das er dort nicht so lange liegen muss. Ich kann mir nicht vor stellen, das man sich dort wohl fühlt und gesund werden kann.

Drückt uns die Daumen, das es Montag mit der Frühreha klappt.

LG
Eure Inya
5.9.14 14:50


Zeit, ein kostbares Gut

Seit mein Vater im Krankenhaus liegt (7 Wochen), wird mir immer bewusster wie kostbar Zeit doch ist und wie schnell es vorbei sein kann. Zum Glück ist mein Vater auf den Weg der Besserung, aber lange Zeit hing sein Leben am seidenen Faden.

Dadurch das wir jeden Tag zum Krankenhaus fahren, geht natürlich viel Zeit verloren und vieles wird zwischen Tür und Angel gemacht. Aber das macht man gern, wenn man einen geliebten Menschen behalten darf.

Da werden die wenigen freien Tage und die Kurze Zeit die man hat genutzt, um liegengebliebenes auf zu arbeiten. Und natürlich um Kraft zu schöpfen. Man weiß schließlich nie wann man wieder die Gelegenheit bekommt.
25.8.14 15:36


Es geht weiter :)

Seit meinem letzten Eintrag hat sich einiges getan. Gestern hat mein Vater zum ersten mal leichte Kost in Form von Joghurt, Kraftbrühe & Co zu sich genommen.

Und der Schlauch am Luftröhrenschnitt ist der Atemhilfe unter der Nase gewichen. Zwar hat er den Luftröhrenschnitt noch, der ist aber mit eine Art Deckel verschlossen.

Mittlerweile sitzt er morgens zwei Stunden und nachmittags eine Stunde im Sessel (bzw. im Bett das zum Sessel umfinktioniert werden kann).

Heute hat er zum ersten mal nebn den Bett gestanden, natürlich nicht alleine und vermutlich nicht lange, weil es noch sehr anstrengend ist, aber es geht langsam bergauf.

Wenn es so weiter geht, könnte es wirklich bald mit der Frühreha klappen.

Drückt uns die Daumen das es weiter bergauf geht

LG
Eure Inya
22.8.14 13:54


Ein staendiges auf und ab

Nachdem es so lange gut gegangen und bergauf gegangen war, gab es gestern den ersten Rückschlag.

Meine Mutter meinte, das war zu erwarten, aber mir wär es lieber gewesen, wenn es ihn nicht gegeben hätte.

Mein Vater hatte in der Nacht eine Blutung in der Bauchspeicheldrüse und so etwas ist schnell mal lebensbedrohlich.

Zum Glück hatten die Ärzte alles im Griff und die Blutung schnell wieder zum Stillstand bekommen.

Natürlich war er gestern dann dem entsprechend müde, aber das ist ok. Er hat ja Zeit genug zum ausruhen.

Letzte Nacht war laut Schwestern alles in Ordnung. Ich hoffe das bleibt auch so und das die Blutung eine einmalige Sache war.

Drückt uns die Daumen

LG
Inya
19.8.14 14:50


Der ganz normale Wahnsinn

Wieder ist eine Woche um und auch der halbe August ist schon wieder vorbei.

Mittlerweile liegt mein Vater nun schon sechs Wochen im Krankenhaus und es ist fast schon "normal" geworden ihn dort zu besuchen.

Gestern, bzw. Vorgestern hat er einen Fernseher bekommen, weil er in der Nacht nicht schlafen konnte. Ich denke das ist ganz gut, so sieht und hört er mal was anderes und ist nicht mehr ganz so isoliert. Außerdem bleibt ihm dann weniger Zeit zum grübeln.

Ansonsten geht es immer weiter voran. Er ist seit einigen Tagen komplett von der Beatmungsmaschine weg und atmet nun komplett selbstständig.

Vielleicht haben wir Glück und die Atemkanüle wird bald entfernt. Dann könnte er auch wieder "normal" reden und auch wieder essen.

Das wär wieder ein kleiner Schritt in Richtung Genesung und "normales" Leben. Ich denke er wird noch eine Weile im Krankenhaus bleiben müssen, aber er ist dort gut aufgehoben.

Die Schwestern, Ärzte und Pfleger kümmern sich sehr gut um ihn und das ist wohl die Hauptsache. Alles andere wird mit der Zeit kommen.

Mit viel Geduld und Kraft, werden wir auch diese schwere Zeit überstehen und ihn hoffentlich in naher Zukunft wieder in unsere Mitte haben.

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag
17.8.14 14:56


Schritt für Schritt

Es ist noch nicht überstanden, aber die Ärzte sind mit meinen Vater soweit zufrieden und alle die ihn länger nicht gesehen haben (z.B. Ärzte und Schwestern), sind erstaunt wie fit er schon wieder ist.

Das auf den Bett sitzen, das Sprechen und auch das selbst trinken klappt immer besser. Und auch seinen Humor hat er wieder gefunden, falls er ihn irgendwann verloren hat.

Langsam aber sicher geht es Schritt für Schritt voran und darüber freu ich mich riesig. Ich hoffe das es so weiter geht und das er schnell wieder gesund wird, auch wenn ich mir sicher bin das es noch seine Zeit brauchen wird.
15.8.14 17:25


Kleine und grosse Schritte

Für uns ist es normal, wir wachen auf, setzen uns hin oder springen auch schon einmal direkt aus dem Bett um unseren Tag zu beginnen.

Bei jemanden der mehrere Wochen (Mittlerweile über 5 Wochen) nur im Bett gelegen und die meiste Zeit im künstlichen Koma verbracht hat, geht das natürlich nicht.

Für so jemand ist jeder kleine Schritt ein großer und doch sind sie meist ungeduldig, weil alles nicht so schnell geht wie sie es gern hätten.

Gestern hat mein Vater eine dreiviertel Stunde auf der Bettkante gesessen und mit der Schwester und dem Pfleger ein Buch durchblättert, das wir mit gebracht hatten um daraus vor zu lesen.

Eigentlich ist es ein Luxus, denn jeder weiß wie wenig Zeit die Schwestern und Pfleger immer haben. Aber alle auf der Station kümmern sich so toll um ihn.

Natürlich war es anstrengend für mein Vater, aber es hat ihm auch gut getan, mal zu sitzen und was anderes zu sehen und hören als die Geräusche von draußen oder Vom Flur.

Das Sprechen klappt derzeit nicht so gut, dafür haben sich Zettel und Stift bewährt.

Ansonsten sind die Schwestern und Ärzte gut mit ihm zufrieden. Seine Temperatur ist endlich im normalen Bereich und auch seine Werte haben sich wieder ein wenig verbessert.

Die nächsten Tage erfahren wir dann wie es weiter geht. Ich hoffe das man uns deswegen nicht zu lange zappeln lässt, aber im Geduld haben sind wir ja mittlerweile geübt.
14.8.14 14:55


Schritt für Schritt

Schritt für Schritt geht es langsam bergauf. Für meinen Vater natürlich zu langsam, aber da muss er wohl mal Geduld haben.

Zwar mahnte der Arzt vom Spätdienst uns vorgestern nicht zu optimistisch und Euphorisch zu sein, aber ich denke es ist besser sich über jeden kleinen Fortschritt zu freuen und auf Rückschläge gefasst zu sein.

Negative Gedanken und Energie überträgt sich meiner Meinung nach zu schnell auf einen Kranken. Außerdem waren die Schwestern und Ärzte gestern gut mit ihm zufrieden.

Seit einigen Tagen setzen sie ihn Tagsüber für einige Zeit in einen Sessel, was natürlich gut für den Kreislauf ist und auch für ihn, damit er nicht ständig liegen muss und mal was anderes sieht.

Die Betten haben zwar einige Möglichkeiten an Einstellungen und Positionen, aber sitzen ist doch nochmal was anderes. Außerdem bekommt er nun Krankengymnastik, damit seine Muskeln wieder auf Trab kommen.

Auch das Atmen und Sprechen wird immer besser, aber es ist natürlich anstrengend, deswegen wird der Sprechaufsatz nach einiger Zeit wieder entfernt und er bekommt eine kleine Pause an der Beatmungsmaschine.

Alles in allem denke ich das es ein Riesen Unterschied zu sein Zustand vor drei Wochen ist. Jetzt bleibt nur abwarten und Tee trinken und viel Geduld haben.

LG
Inya
7.8.14 14:55


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